Wohnungsbau des Bunds – Zahlen eingebrochen, Preise gestiegen

05.03.2026

Nach 807 fertiggestelllten neuen Wohnungen unter Bauherrschaft des Bunds in 2024, sind im vergangenen Jahr nur 276 Wohnungen fertiggebaut worden. Insgesamt sind seit 2020 nur 1.283 Wohnungen vom Bund gebaut worden. Gleichzeitig verdoppelten sich die Preise pro Wohnung je gebauter Wohnung von 2020 (180.000 €) bis 2024 (360.000 €) und lagen 2025 sogar bei 385.000 €. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage der Linken Bundestagsabgeordneten Caren Lay hervor.

Gleichzeitig gehen die Verkäufe bundeseigener Liegenschaften weiter: Im vergangenen Jahr waren es 729 (nach 761 in 2024). Drei von vier verkauften Liegenschaften werden privatisiert (537). Gemessen an Größe und Einwohnerzahl überproportional stark sind die Privatisierungen in den ostdeutschen Bundesländern wie Brandenburg (67), Sachsen (75), Sachsen-Anhalt (71) und Thüringen (59).

Dazu erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Linken im Bundestag: 

„Der Ausverkauf öffentlicher Liegenschaften wird ungehindert fortgesetzt. Dabei ist es völlig aus der Zeit gefallen, öffentliche Grundstücke zu verscherbeln. Angesichts grassierender Wohnungsnot und dramatisch steigender Bodenpreise fordere ich einen Privatisierungsstopp der BImA. Sollten Gemeinden Liegenschaften nicht erwerben können, muss die Vergabe künftig ausschließlich über Erbpacht an Private erfolgen.

Die Preise für den Bau öffentlicher Wohnungen sind dramatisch gestiegen. Es kann nicht sein, dass die Bundesimmobilienanstalt hohe Beträge an den Bundeshaushalt abführen muss. Sie braucht das Geld, um öffentliche Wohnungen zu bauen. Der Bund baut noch viel zu wenig und viel zu langsam. 

Die Bundesagentur für Immobilienaufgaben sollte umgebaut werden zu einer Bundesbauagentur, die baut, saniert und nicht privatisiert.“