Energiewende darf nicht zu sozialer Spaltung führen

14.04.2011

Die Bundesregierung spekuliert und redet über die sozialen Folgen der Energiewende. Währenddessen drohen die Stromriesen unverhohlen mit einer Strompreisexplosion, um die Kosten der Energiewende auf die Privathaushalte abzuwälzen. Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung geht auf Kosten der Bevölkerung. Wir brauchen einen Schutzschirm für Stromverbraucherinnen und Stromverbraucher. Energie muss bezahlbar bleiben. Elektrizität und warme Wohnungen dürfen kein Privileg der Besserverdienenden sein. Die Beschwichtigungen von Röttgen reichen nicht aus. Wer sicher gehen will, dass Energie bezahlbar bleibt, muss die staatliche Preisaufsicht wieder einführen. Wir brauchen einen Preisstopp für die ohnehin seit Jahren steigenden Strompreise und Sozialtarife für einkommensschwache Haushalte. Die Regierung soll nicht reden sondern im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher handeln.

Buchempfehlung:
Buchcover

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit. Doch statt sie anzugehen, werden Fehlentwicklungen systematisch politisch gefördert. Wohnungen sind zu reinen Spekulationsobjekten verkommen. Hohe Nachfrage und sogenannte Zwangssanierungen lassen die Mieten explodieren und zwar nicht nur in den Großstädten, sondern auch im Umland. Menschen werden aus jahrzentelang gewachsenen, sozialen Strukturen gerissen, gentrifzierte Viertel zu Soziotopen der Besserverdienenden. Wie konnte es soweit kommen? Warum unternimmt die Politik so wenig, um Mietenwahnsinn und Spekulation endlich zu stoppen? Und was muss getan werden, damit Wohnen endlich wieder bezahlbar wird? Caren Lay nimmt die deutsche Wohnungspolitik der letzten 20 Jahre schonungslos unter die Lupe, zeigt auf, wie und warum Deutschland zum Eldorado für Wohnungsspekulation werde konnte, und liefert provokante Ideen für eine soziale Wohnungspolitik, die wir so dringend brauchen.

Erschienen bei Westend / 160 Seiten Leseprobe

Über mich
Ich bin Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik sowie für Clubpolitik.