LINKE Abgeordnete gründen Genossenschaft TLG-Fairwohnen

19.04.2012

IN ERWÄGUNG

Die Bundesregierung hat am 08.03.12 den Verkauf der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) in einem europaweiten Bieterverfahren ausgeschrieben. Darin eingeschlossen mit der TLG Wohnen 11.500 in den fünf ostdeutschen Bundesländern liegende Wohnungen überwiegend aus dem früheren volkseigenen Vermögen der DDR.

In Erwägung, dass…

  • diese Wohnungen nicht Gegenstand des spekulativen Erwerbs und der renditemaximierenden Bewirtschaftung durch Investoren werden dürfen
  • den Bewohner_innen die Möglichkeit zur selbstbestimmten, demokratischen und eigenwirtschaftlichen Bewirtschaftung eröffnet werden sollte
  • gemäß der Ausschreibungsbedingungen die erste Bieterfrist am 16.04.12 endet


haben Politikerinnen und Politiker der `DIE LINKE` am 13.04.12 die TreuhandliegenschaftsGenossenschaft FAIRWOHNEN i.G. gegründet und mit dieser das Interesse am Erwerb offiziell erklärt.
In den kommenden Wochen werden wir auf Informationsveranstaltungen und im Internet über unser Vorhaben informieren und um Mitglieder werben.
Wir wissen, dass von der Akzeptanz und Mitgliedschaft der Bewohner_innen und all derjenigen, die das Ziel der Genossenschaft unterstützen, ihr möglicher Erfolg abhängt.

Diese Unterstützung wünschen und brauchen wir!

Jede_r kann Mitglied der Genossenschaft werden.

Satzung, Beitrittserklärung und weitere Informationen unter:

www.tlg-fairwohnen.de/

Hier erklärt Halina Wawzyniak (MdB, LINKE) das Genossenschaftsmodell und die Vortele für Mieter_innen:
www.linksfraktion.de/im-wortlaut/kein-grosser-anreiz-feindliche-uebernahmen/

Buchempfehlung:
Buchcover

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit. Doch statt sie anzugehen, werden Fehlentwicklungen systematisch politisch gefördert. Wohnungen sind zu reinen Spekulationsobjekten verkommen. Hohe Nachfrage und sogenannte Zwangssanierungen lassen die Mieten explodieren und zwar nicht nur in den Großstädten, sondern auch im Umland. Menschen werden aus jahrzentelang gewachsenen, sozialen Strukturen gerissen, gentrifzierte Viertel zu Soziotopen der Besserverdienenden. Wie konnte es soweit kommen? Warum unternimmt die Politik so wenig, um Mietenwahnsinn und Spekulation endlich zu stoppen? Und was muss getan werden, damit Wohnen endlich wieder bezahlbar wird? Caren Lay nimmt die deutsche Wohnungspolitik der letzten 20 Jahre schonungslos unter die Lupe, zeigt auf, wie und warum Deutschland zum Eldorado für Wohnungsspekulation werde konnte, und liefert provokante Ideen für eine soziale Wohnungspolitik, die wir so dringend brauchen.

Erschienen bei Westend / 160 Seiten Leseprobe

Über mich
Ich bin Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik sowie für Clubpolitik.