Gleichstellungsgesetz für gesamte Privatwirtschaft muss her

21.09.2012

Zehn Jahre freiwillige Regelungen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen haben keinerlei Fortschritt gebracht. Im Gegenteil sie waren ein Freifahrtschein für die Unternehmen, diese Positionen mit Männern zu besetzen. Frauen in DAX-Vorständen sind immer noch seltener als Schnee im Mai. Eine Mini-Quote für DAX-Vorstände ist ein kleiner Schritt, wo Sieben-Meilen-Stiefel nötig wären. Wir müssen die Debatte dringend öffnen. Gleichstellung beginnt nicht an der Spitze sondern in der Mitte.

DIE LINKE fordert ein Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft, das Unternehmen so lange zu Maßnahmen verpflichtet, bis mindestens eine 50-Prozent-Quote für Frauen in allen Qualifikationsstufen bis hin zu Vorständen und Aufsichtsräten erreicht ist. Das Grundgesetz schreibt die Gleichberechtigung als Gesetz des Handelns für alle Regierungen vor. Es muss endlich gehandelt werden.

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Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit. Doch statt sie anzugehen, werden Fehlentwicklungen systematisch politisch gefördert. Wohnungen sind zu reinen Spekulationsobjekten verkommen. Hohe Nachfrage und sogenannte Zwangssanierungen lassen die Mieten explodieren und zwar nicht nur in den Großstädten, sondern auch im Umland. Menschen werden aus jahrzentelang gewachsenen, sozialen Strukturen gerissen, gentrifzierte Viertel zu Soziotopen der Besserverdienenden. Wie konnte es soweit kommen? Warum unternimmt die Politik so wenig, um Mietenwahnsinn und Spekulation endlich zu stoppen? Und was muss getan werden, damit Wohnen endlich wieder bezahlbar wird? Caren Lay nimmt die deutsche Wohnungspolitik der letzten 20 Jahre schonungslos unter die Lupe, zeigt auf, wie und warum Deutschland zum Eldorado für Wohnungsspekulation werde konnte, und liefert provokante Ideen für eine soziale Wohnungspolitik, die wir so dringend brauchen.

Erschienen bei Westend / 160 Seiten Leseprobe

Über mich
Ich bin Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik sowie für Clubpolitik.