Mieten steigen rasant weiter – Mietenstopp dringend erforderlich

17.02.2022

„Die Mietpreisspirale dreht sich unaufhörlich weiter. Eine aktuelle Anfrage von mir an die Bundesregierung ergab, dass die Mieten in Berlin in den letzten sechs Jahren um knapp 45% gestiegen sind. Das zeigt, welch großes Ausmaß die Mietenkrise angenommen hat. Zehntausende Menschen können ihre Mieten nicht mehr zahlen oder müssen einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Der starke Anstieg der Angebotsmieten verdeutlicht einmal mehr, dass die Mietpreisbremse keinen ausreichenden Schutz für Mieterinnen und Mieter bietet. Mit dieser Rallye am Wohnungsmarkt muss endlich Schluss sein“ erklärt Caren Lay, mieten-, bau –und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE anlässlich der heutigen Pressekonferenz des Bündnisses „Mietenstopp“ und der Veröffentlichung einer neuen Internetseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den Auswirkungen des eines bundesweiten Mietendeckels auf die Miete in ausgewählten Städten (https://www.rosalux.de/mietendeckel).  

Lay weiter: „Die Ampel muss im Mietrecht konsequent eingreifen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Absenkung der Kappungsgrenze ist ein kleiner Tropfen auf den viel zu heißen Stein der Mietenkrise. Angesichts der dramatischen Lage auf dem Wohnungsmarkt ist die Einführung eines Mietenstopps dringend erforderlich. Dieser wird auch von einem breiten Bündnis gefordert. Wir fordern darüber hinaus einen bundesweiten Mietendeckel in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Dazu haben wir im vergangenen Herbst ein wasserdichtes Konzept vorgelegt. Unser Konzept des Mietendeckels besteht aus den Elementen Mietenstopp, Mietobergrenzen und Mietsenkungen. Bundesweit könnten somit knapp 1,7 Millionen Haushalte entlastet werden.“

Die Antwort auf die benannte schriftliche Frage sowie die Auswertung ist nachfolgend zu finden.